Preis

9 Projekträume
9 Nominierte
9 Ausstellungen

Fünf Mal zeigte der Berlin Art Prize e.V. die Arbeit seiner jährlich Nominierten in einer Gruppenausstellung in zentralen Räumen der Stadt. Dieses Jahr will er auf die Orte verweisen, an denen freie, junge Kunst in Berlin stattfindet: Zur sechsten Ausgabe des unabhängigen Kunstpreises wird der Berlin Art Prize e.V. vom 30/31. August bis zum 27. September neun Nominierte in neun Projekträumen und neun Einzelausstellungen präsentieren, begleitet von einem diskursiven Rahmenprogramm. Damit weitet der Berlin Art Prize e.V. das Vorhaben eines unabhängigen Kunstpreises zu einem großen Kollaborationsprojekt in der freien Szene aus. Die Nominierten sind:

Esteban Rivera Ariza
Musquiqui Chihying
Marianna Christofides
Larissa Fassler
Ada Van Hoorebeke
Wieland Schönfelder
Agnes Scherer
Joshua Schwebel
Min-Wei Ting

Eine fünfköpfige Jury wählte die Nominierten in den letzten Monaten nach einem anonymen Verfahren aus. Im Laufe der Ausstellung wird sie auch die drei Gewinner*innen küren, die schließlich bei einer öffentlichen Verleihungszeremonie im Atelierhaus des Flutgraben e.V. bekanntgegeben werden. Die Gewinner*innen des Berlin Art Prize 2019 erhalten ein Preisgeld, die Einladung zu einer Residency – und eine Trophäe.

Verleihung am 14. September
Trophäe von Saâdane Afif
Residency bei 80121 Napoli

Jury

Julieta Aranda
(Künstlerin & Autorin)
Krist Gruijthuijsen
(Kurator & Autor)
Käthe Kruse
(Künstlerin & Musikerin)
Henrike Naumann
(Künstlerin)
Laurie Rojas
(Kritikerin)

Projekträume

Ashley

Ashley Berlin ist ein unabhängiger, nichtkommerzieller Ort für Ausstellungen, der vornehmlich  die Arbeit von jungen, wenig beachteten und weiblichen Künstler*innen zeigt. 2012 gegründet, wird Ashley heute von Kate Brown und Lauryn Youden geleitet.

Display

Display ist ein Ort für künstlerische und kuratorische Experimente, und wurde 2015 gegründet. Er soll ein stets sich wandelnder Raum sein, in dem Produktion, Präsentation, Repräsentation und die Hinterfragung von zeitgenössischen Arbeitsweisen zugleich stattfinden können.

Flutgraben e.V.

Flutgraben e.V. ist ein selbstorganisierter, gemeinnütziger Kunstverein und wurde 1997 gegründet. Er liegt in einem 3.800 Quadratmeter großen Gebäude, das einst Teil der Berliner Mauer war. Das Haus umfasst gut 50 Kunstateliers und gibt mehr als  80 internationalen Künstler:innen aus der bildenden Kunst, Architektur und Tanz Raum zum Arbeiten.

gr_und

gr_und ist nicht kommerziell und wird von Künstler*innen geleitet. gr_und ist ein aktiver Raum, in dem sich kuratorische Konzepte materialisieren und multidisziplinäre Methoden der bildenden Kunst, Performance, Sound und Linguistik zur Anwendung kommen. gr_und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Künstler*innen zu unterstützen und ihr Wissen sowie ihre Praxis in Berlin voranzutreiben.

Horse & Pony

Horse & Pony ist ein von Künstler*innen geleiteter Projektraum nahe dem Körnerpark in Neukölln. Er soll sowohl Künstler*innen als auch Kurator*innen einen Raum für Experimente und Entwicklungen geben und einen kreativen Austausch mit anderen Projekträumen ermöglichen, um schließlich alle Beteiligten darin unterstützen, zusammen und ohne die sonst typischen Einschränkungen zu arbeiten.

Kinderhook & Caracas

Kinderhook & Caracas ist Projektraum und Initiative von Sol Calero und Christopher Kline, 2011 gegründet und nach ihren Heimatstädten benannt: Caracas in Venezuela und Kinderhook im US-Staat New York. Das Programm von Kinderhook&Caracas legt einen Schwerpunkt auf raumgreifende Installationen und längerfristige Arbeiten, die sie gemeinsam mit Künstler*innen aus Berlin entwickeln.

Kreuzberg Pavillon

Kreuzberg Pavillon legt den Fokus auf erweiterte Ausstellungskonzepte, die sich nur in dem experimentellen Kontext von Projekträumen entwickeln und realisieren lassen. Die besondere intellektuelle und sinnliche Freiheit, die Künstler*innen und Besucher*innen in Projekträumen erleben können, werden im Kreuzberg Pavillon mit einer Vielfalt von Ausstellungsmöglichkeiten erprobt, und machen einen notwendigen, nicht institutionalisierten Erfahrungsraum auf.

SMAC

SMAC ist ein Projektraum und Ausstellungsort in Berlin-Mitte. Er widmet sich der Präsentation von Berliner Künstler*innen in Einzelausstellungen sowie kuratierten Projekten. SMAC wurde von Stephanie Hundertmark und Matthias Birkholz gegründet.

The Institute for Endotic Research

The Institute for Endotic Research startete 2015 als fiktives Institut und wurde als bewohnbare Skulptur verstanden. Das Programm hinterfragt die Prozesse der Produktion und Präsentation von Kunst mittels Begegnungen, Workshops und Interventionen.

Very

Very ist Kunstraum, Spielort, Experimentierfeld. In einer ehemaligen Kutschengarage in Berlin-Gesundbrunnen eröffnete Very 2018 als kollektiver Versuch und temporäre Stabilität. Die Projekte sind in Praxen und Formaten offen und entwickeln sich in einem organischen Prozess.