Gewinner:innen

Esteban Rivera Ariza

für seine Ausstellung bei gr_und

<p>Esteban Rivera Ariza, “Hören sie, die Kinder der Nacht, wie sie Musik machen”, 2019, Videoinstallation im Sarg, Detail der Ausstellung, Foto: Anastasia Muna</p>

Esteban Rivera Ariza, “Hören sie, die Kinder der Nacht, wie sie Musik machen”, 2019, Videoinstallation im Sarg, Detail der Ausstellung, Foto: Anastasia Muna

Man zieht einen schwarzen Vorhang zurück und betritt eine Ausstellung, die “Perfektion, Gefühl und Präsentation” zusammenbringt. In seinen drei Filmarbeiten untersucht Esteban Rivera Ariza liebevoll die tiefgreifenden Motive, die seine Protagonisten bewegen: Leben, Tod und Unsterblichkeit. Ein pulsierendes rotes Licht lenkt den Blick der Besucher:innen auf das dramaturgische Ende der Ausstellung: ein Sarg in Kindergröße. Darin ist eine vierte Filmarbeit zu sehen, eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und seinem Sohn. Sie erzählt aus der Perspektive eines Kindes von Träumen, von Tod und von Ewigkeit. Esteban Rivera Ariza erhält den Berlin Art Prize 2019 aufgrund seines handwerklichen Engagements, seiner Liebe zum Detail und seiner Menschlichkeit, mit der er seine Kunst betreibt.

Agnes Scherer

für “The Very Hungry” bei Horse & Pony

<p>Agnes Scherer, “The Very Hungry”, 2019, Installationsansicht, Foto: Anastasia Muna</p>

Agnes Scherer, “The Very Hungry”, 2019, Installationsansicht, Foto: Anastasia Muna

Diejenigen, die bereits mit den Räumlichkeiten von Horse & Pony vertraut sind, werden bei ihrem Betreten von einem Gefühl der Desorientierung, des Jamais Vu und zugleich des Willkommenseins beschlichen. Agnes Scherers erzählerische Installation führt die Besucher:innen durch eine Reihe sorgfältig gestalteter, szenischer Eindrücke. Eindrücke, die die Jury zu Aussagen wie “in der Künstlerin brennt ein Feuer” verleitet haben. Die Installation ist rational und doch transformativ. Die Protagonistin dieser raumgreifenden Arbeit, Marie Antoinette, berichtet in der Gestalt einer lebensgroßen Figur von theatralischen Momenten in ihrem Leben, weit weg von irdischen Dingen.

Ada Van Hoorenbeke

für “Goods & Services” bei Kinderhook & Caracas

<p>Ada Van Hoorenbeke, Goods & Services, 2019, Installationsansicht, Foto: Anastasia Muna</p>

Ada Van Hoorenbeke, Goods & Services, 2019, Installationsansicht, Foto: Anastasia Muna

“Ich fühle mich, als würde ich wieder leben”, kommentierte ein Jurymitglied. “Es ist die nächste Stufe”, sagte ein anderes. Die Zusammenarbeit zwischen Ada Van Hoorebeke und Kinderhook & Caracas führt zu einer Reise durch die eigene Welt der Künstlerin. Es ist eine harte und weiche, eine des DIY- und der Industrie, der jahrhundertealten Traditionen und der Fließbandprozesse – vor allem ist es eine Welt der Details. Hier ist selbst der scheinbar spontanste Pinselstrich kein Zufall.

Lobende Erwähnung:

Wieland Schönfelder

für “WHY ARE WE MAD” bei Ashley

<p>Wieland Schönfelder, “The Broken Man”, 2019, Detail der Ausstellung, Foto: Anastasia Muna</p>

Wieland Schönfelder, “The Broken Man”, 2019, Detail der Ausstellung, Foto: Anastasia Muna

Wieland Schönfelder überraschte die Jury mit einer ungewöhnlichen Theatralik, die sich aus einem völlig einzigartigen Kosmos sowie einem Spiel aus High und Low ergibt.