Preis

9 Projekträume
9 Nominierte
9 Ausstellungen

Fünf Mal hatte der Berlin Art Prize e.V. die Arbeit seiner jährlich Nominierten in einer Gruppenausstellung in zentralen Räumen der Stadt gezeigt. In diesem Jahr verwies er auf die Orte, an denen freie, junge Kunst in Berlin stattfindet: Zu seiner sechsten Ausgabe präsentierte der Berlin Art Prize e.V. vom 30. August bis zum 27. September 2019 neun Nominierte in neun Projekträumen und neun Einzelausstellungen, begleitet von einem diskursiven Rahmenprogramm. Damit weitete er das Vorhaben eines unabhängigen Kunstpreises zu einem großen Kollaborationsprojekt in der freien Szene aus.

<p>Trophäe: <em>“Grigri”</em>, 2019, Saâdane Afif</p>

Trophäe: “Grigri”, 2019, Saâdane Afif

Eine fünfköpfige Jury wählte die Nominierten im Frühjahr nach einem anonymen Verfahren aus. Am 14. September gab sie während einer öffentlichen Verleihungszeremonie im Atelierhaus des Flutgraben e.V. die drei Gewinner:innen bekannt. Diese erhielten ein Preisgeld, die Einladung zu einer Residency in Neapel und eine Trophäe, gestaltet von Saâdane Afif. Genauer bekamen die Preisgewinner:innen dieses Jahr jeweils zehn Trophäen in einem gewöhnlichen Einkaufsnetz überreicht. Saâdane Afif hatte die günstigen Oscar-Kopien bei einem Internetanbieter bestellt und auf jede von ihnen ein anderes afrikanisches Sprichwort gravieren lassen, das in seiner Einfachheit und Weisheit fernab jeglichen Wettbewerbsgeistes liegt. Zum Beispiel: „If you wait for tomorrow, tomorrow comes. If you don’t wait for tomorrow, tomorrow comes.“