Programm

Laundering Activities

Samstag, 31. August, 19 Uhr, Performance, Kinderhook & Caracas

Das Waschen ist wie das Färben von Stoffen – von innen betrachtet. Eine Aktion im Taxirücksitz von Ada Van Hoorebeke in Zusammenarbeit mit Esra Altin.

Objects Before and After the Wall

Dienstag, 10. September, 19 Uhr, Lesung, The Institute for Endotic Research

Wie verändert die Präsenz einer Mauer die Dinge und Menschen auf jeder Seite von ihr? Darauf geht die Künstlerin Sung Tieu ein während sie Texte über ihre Arbeit liest. Objects Before and After the Wall ist ein Kollaborationsprojekt zwischen Tlaxcala 3 in Mexiko City und The Institute for Endotic Research.

Warum Lüderitzstraße?

Mittwoch, 11. September, 17 Uhr, Stadttour mit Berlin Postkolonial e.V., Very

Im Afrikanischen Viertel zeigt sich bis heute die Kolonialmetropole Berlin. Die Initiative Berlin Postkolonial besichtigt die Orte und erklärt die Hintergründe. Mit Start in der Ausstellung von Chihying Musquiqui geht es durch das benachbarte Afrikanische Viertel im Wedding.

Kopf, Korb, Körperknäuel

Donnerstag, 12. September, 19 Uhr, Gespräch, Horse & Pony

Agnes Scherer im Gespräch mit Jan Verwoert.

Judging Art – Kunst (be)urteilen

Freitag, 13. September 13, 13.30 – 18 Uhr, Gesprächsreihe, art berlin, Flughafen Tempelhof

Berlin Art Prize bei der art berlin: Gut, schlecht, hässlich, kommerziell, faschistisch, edgy, legitim, altmodisch, ausbeuterisch, überteuert, unterschätzt, seiner Zeit voraus, ein Spiegel der heutigen globalen Realität: Wie beurteilen wir die Kunst im Jahr 2019? Während der art berlin präsentiert der Berlin Art Prize e.V. eine Reihe von Gesprächen mit Kurator:innen, Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Kritiker:innen und Sammler:innen, um die Dynamik zwischen dem Aufkommenden und Angekommenen in der Kunstwelt zu messen.

Kunst im öffentlichen Raum: Was, wie und für wen?

Wer entscheidet, was bleibt und was die Veränderungen der Zeit überdauern wird? Die erste Podiumsdiskussion stellt die Rolle von Kunstwerken im öffentlichen Raum unter Berücksichtigung aktueller kultureller, politischer und sozialer Veränderungen in Frage.

Mit dem Büro für Kunst im öffentlichen Raum, Mischa Kuball, Henrike Naumann, Joanna Warsza, moderiert von María Inés Plaza Lazo.

Gender, Race, Class: Hin zur Fairness? 

Was muss getan werden, um binäre Systeme der Ungleichheit zu durchbrechen? Wir fragen Kurator:innen nach den ideologischen, formalen und konzeptionellen Herausforderungen ihrer aktuellen und kommenden Ausstellungen.

Mit Julieta Aranda, Krist Gruijthuijsen, Lisette Lagnado, Mohammad Salemy, moderiert von Alicia Reuter

Forever Young: Was gehört ins Museum? 

Wem gehört die Kunst, die Sammler:innen und Institutionen besitzen? Wer wählt, wer profitiert, und was wird tatsächlich produziert? Das Abschlussgespräch stellt die Frage nach dem Kontext von Bewertung und Verbreitung zeitgenössischer Kunst.

Mit Susanne Pfeffer, Kolja Reichert, Slavs & Tatars, moderiert von Sophie Jung

 

Preisverleihung & Party

Samstag, 14. September, 21 Uhr – sehr spät, Verleihungszeremonie um Mitternacht, Flutgraben e.V.

Mit Beats und Bass feiern wir an diesem Abend die diesjährige Zusammenarbeit mit neun Projekträumen und neun Künstler:innen. Mitternacht ist der Moment, auf den alle warten: Dann werden die drei Gewinner:innen des Berlin Art Prize 2019 erstmals in einer Verleihungszeremonie bekannt gegeben. Ein exquisites DJ-Line-Up von Nai Fowler hält uns die ganze Nacht lang in Bewegung – und weit darüber hinaus. Mit:

Juba Music (BOKO! BOKO! UK / DE)

Stella Zekri (BRLN)

Sami Zibak (FLUID / PS)

Nala Brown (HEXED/NL)

Aperitivo on Shifting Grounds

Mittwoch, 18. September, 17.30 Uhr, Diskussion, Flutgraben e.V.

Vor dreißig Jahren fiel die Mauer und seither hat sich Berlin von einer Stadt der Brachflächen und Freiräume zu einem unter Hochdruck geratenen Immobilenmarktplatz gewandelt. Raum ist zur Währung geworden und die Stadt verschwindet. Von der Terrasse des Flutgraben-Gebäudes aus – mit Blick auf Media Spree und einige der neuesten Glastürme Berlins – schauen wir auf kritische Momente dieser dreißigjährigen Stadtentwicklung zurück und fragen uns, wie wir heute Freiräume finden und erhalten können. Wie können Gemeinschaften, Raum und Kunst zum effektiven Handeln verknüpft werden?

Mit Larissa Fassler, Rike Horb. (Künstlerin), Pauline Doutreluingne (Kuratorin), Christof Mayer (raumlabor).

Highrise Reading – Garden Reading

Freitag, 20. September, 20 Uhr, Lesung/Filmvorführung, The Institute for Endotic Research

Ein Wohnhochhaus in Singapur ist das einzige Motiv in Min-Wei Tings Film I’m Coming Up. Während einer Vorstellung dieses langsamen, fast tonlosen Gangs durch das Gebäude werden Textausschnitte verschiedener Autoren gelesen, die Tings Bilder mit Gedanken an andere Zeiten und an andere Orte verbinden, aber immer das Leben in einem Hochhaus reflektieren. Darauf folgt eine Vorführung von Tings Film You’re Dead to Me. In diesem hingegen spielt ein Garten die Hauptrolle.

Gelesen von Susie Meyer

 

Contemporary Pastorals

Samstag, 21. September, 16 Uhr, Talk, Horse & Pony

Ein Videovortrag von Aaron Vansintjan, Forscher für Ökologische Ökonomie, Ernährungssysteme und urbanen Wandel. Anschließend: Erfrischung und Diskussion.

Coffinside Conversation on Conservation

Sonntag, 22. September, 18 Uhr, Panel Talk, gr_und

Was passiert nach dem Tod? Alicia Agustin (Autorin, Performerin, Theorie-Nerd), David Stodolsky (Sozialpsychologe, Friedensaktivist, Feminist) und der Künstler Esteban Rivera Ariza diskutieren über Perspektiven auf den Tod, über seine Akzeptanz und Transzendenz. Dabei legen sie den Fokus auf die theoretischen, spekulativen und manchmal fragwürdigen Bereiche von Kryonik, Post- und Transhumanismus.

Der Fall von Herrn Xie und der Chinesische Kunstmarkt

Dienstag, 24. September, 20 Uhr, Künstlergespräch, Very

Der chinesische Geschäftsmann und Sammler Xie aus Musquiqui Chihyings Filmessay The Scultpure ist Ausgangspunkt für diese Unterhaltung zwischen dem Künstler und der Journalistin und Expertin für den chinesischen Kunstmarkt, Minh An Szabó de Bucs. Während Xies Sammlung afrikanischer Kulturgüter, die er in den 1990er anlegte und zu einem großen Teil dem Chinesischen Nationalmuseum in Peking vermachte, eher ungewöhnlich ist, so ist die Figur des öffentlichkeitswirksamen Sammlers hingegen paradigmatisch für ein heutiges China. Ein Gespräch über die globalen Bewegungen von Kulturgütern nach dem Kalten Krieg.

My Brooklyn, My Berlin

Freitag, 27. September, 20 Uhr, Filmvorführung & Künstlergespräch, Kreuzberg Pavillon

Im Dokumentarfilm My Brooklyn durchfährt Regisseurin Kelly Anderson ihre Nachbarschaft und versucht dabei – sich selbst als”Gentrifier” analysierend –, die Kräfte zu verstehen, die Brooklyn in einem städtischen Aufwertungsprozess nach Hautfarbe und Klasse segregieren. Der Filmvorführung folgt ein Künstlergespräch mit Joshua Schwebel, das Parallelen, Unterschiede, Verantwortlichkeiten, Schuldgefühle und Solidarität in Bezug auf Kunst und Gentrifizierung reflektiert.