• ( Preis )

    HARD WORK / WORK HARD – unter diesem um sich kreisenden Motto wurde 2016 zum vierten Mal der Berlin Art Prize ausgerufen. Seit dem 10. Dezember 2016 stehen die drei GewinnerInnen fest. Doch hinter dem Slogan HARD WORK / WORK HARD steckte nicht nur Ironie: 2017 legt das Team dieser unabhängigen Auszeichnung eine Pause ein. Bis der Berlin Art Prize das nächste Mal ausgelobt wird, sind auf diesen Seiten alle Nominierten, GewinnerInnen, Jurys und die eigens von Berliner KünstlerInnen kreierten Trophäen der letzten Jahre zu finden.

     

     

    Trophäe 2016, Fragment des Pulsar PSR B1257+12, Tomás SaracenoTrophäe 2016, Fragment des Pulsar PSR B1257+12, Tomás Saraceno

    Vom 11. November bis zum 10. Dezember zeigte eine Ausstellung die künstlerischen Positionen aller neun Nominierten des Berlin Art Prize 2016. Sie präsentierten ein Spektrum von Skulptur über Installation, Fotografie, Performance bis zu  konzeptionellen Ansätzen. Begleitet wurde die Gruppenschau von einem Rahmenprogramm. Ein Katalog zur Ausstellung erschien ebenfalls.

    Nach einer offenen Ausschreibung wählte eine fünfköpfige Jury diese neun KünstlerInnen aus Berlin in einem mehrstufigen und anonymen Verfahren aus. Während einer offiziellen Zeremonie am 10. Dezember wurden die drei PreisträgerInnen bekanntgegeben. Sie erhielten ein Preisgeld, eine Einladung zu einer einmonatigen Residency in Georgien, die der Berlin Art Prize in Zusammenarbeit mit dem CCA Tbilissi organisiert, und eine Trophäe, dieses Jahr exklusiv gestaltet von Tomás Saraceno.

  • ( Nominierte )

    Martin John Callanan
    Stine Marie Jacobsen
    Lindsay Lawson
    Lotte Meret
    Regina de Miguel
    Benedikt Partenheimer
    Aurora Sander
    Raul Walch
    Lauryn Youden

     

  • ( Gewinner )

    Stine Marie Jacobsen

    “Stine Marie Jacobsens Arbeit stellt für die Jury die Spitze einer sozial engagierten Kunst dar. Mit entwaffnender Offenheit und positiver Einstellung motiviert Jacobsen in ihrer Workshop-Reihe “Law Shifters” Kinder und Mitglieder verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, das zeitgenössische Leben, seine Gesetze und seine moralischen Fragestellungen eigenständig zu überdenken. Dabei öffnet Jacobsen unsere Gedanken und Herzen für sozialen Fortschritt und kulturübergreifende Verständigung. Die Komik transkultureller Missverständnisse und sprachlicher Schwierigkeiten fassen ihre Künstlerbücher “German for Artists” und “German for Newcomers” aus einer ganz eigenen und frischen Perspektive zusammen.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    Benedikt Partenheimer

    “Benedikt Partenheimer bewarb sich für den Berlin Art Prize mit dem Vorschlag, mehrere tausend Ausdrucke des IPCC-Klimaberichts (Intergouvernmental Panel on Climate Change) auf dem Boden des Ausstellungsraums zu verlegen, so dass wir – Zitat – “vor der Wahl stehen, sie zu ignorieren während wir auf Kunst schauen”.  Diese Installation mit dem Titel “Busines As Usual” kombinierte Partenheimer schließlich mit dramatischen Fotografien von versmogten Stadtlandschaften und überzeugte die Jury sofort von seiner humorvollen, nachdenklichen und ehrlichen Herangehensweise, den Klimawandel zu visualisieren.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    Lauryn Youden

    “Lauryn Youden nähert sich mutig einem einschüchternd persönlichen Thema, das in zunehmend schwierigen Zeiten von Bedeutung ist: das seelische Wohlbefinden. Mit Hingabe für die Arbeit am empfindlichen Material hat Youden in den Ausstellungsräumlichkeiten ein Refugium geschaffen, das uns mit seinem partizipativen Konzept vor die Herausforderung stellt, unsere Beziehung zu Arbeit, Ehrgeiz und Gesundheit zu überdenken. Ihre Installation beweist die lange Geschichte von längst verdrängten Alternativen zur westlichen Schulmedizin.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    HONORABLE MENTION

    Raul Walch

    “Raul Walchs Einsatz für das Thema Kommunikation in einer Notsituation inmitten der europäischen Flüchtlingskrise hat die Jury sehr beeindruckt. Seine farbenfrohen Flugdrachen aus der Serie “Azimut” – ihre Muster sind der visuellen Sprache von Flaggensignalen entnommen und die Drachen selbst sind aus Fundstücken angefertigt – zeigen eine originelle und empathische Antwort auf arge soziale Not.” – aus dem Statement der Jury

     

  • ( Jury )

    Karen Archey
    ( Kunstkritikerin und Kuratorin )

    Kito Nedo
    ( Kunstkritiker )

    Emeka Ogboh
    ( Künstler )

    Ahmet Öğüt
    ( Künstler )

    Susanne M. Winterling
    ( Künstlerin )

     

  • ( Ausstellung )

    • Lotte Meret, 01 of 19 Lotte Meret, "Surface Glaze", 2015
    • Lotte Meret, 02 of 19 Lotte Meret, "Rebel Girl!", 2016
    • Aurora Sander, 03 of 19 Aurora Sander, "Kassandra Momondo", aus der Serie "Fantastic Four", 2016
    • Aurora Sander, Sicht auf Serie 04 of 19 Aurora Sander, Sicht auf Serie "Fantastic Four: A Scandinavian Nuclear Family", 2016
    • Benedikt Partenheimer (Vordergrund), 05 of 19 Benedikt Partenheimer (Vordergrund), "Business as Usual", 2016, und Regina de Miguel (Hintergrund), "A Story Never Told from Below", 2016
    • Regina de Miguel, 06 of 19 Regina de Miguel, "A Story Never Told from Below", 2016
    • Lindsay Lawson, 07 of 19 Lindsay Lawson, "Sofia’s Stone" (links), 2016, und "S.A.D. lamp (Sweatpants)" (rechts), 2016
    • Martin John Callanan,  Sicht auf Serie 08 of 19 Martin John Callanan, Sicht auf Serie "Letters", 2004–2006
    • Martin John Callanan, 09 of 19 Martin John Callanan, "Departure of All" (links), 2014, und "Letters" (rechts), 2004-2005
    • Martin John Callanan, 10 of 19 Martin John Callanan, "When will it end", aus der Serie "Letters", 2004-2006
    • Martin John Callanan, 11 of 19 Martin John Callanan, "When will it end", aus der Serie "Letters", 2004-2006
    • Raul Walch, 12 of 19 Raul Walch, "Azimut" (links), 2016, und "Spherical Semaphores" (rechts), 2015 – 2016, Fotodokumentation
    • Raul Walch, 13 of 19 Raul Walch, "Azimut", 2016
    • Stine Marie Jacobsen, 14 of 19 Stine Marie Jacobsen, "German for Artists" (Vordergrund), 2015, und "Law Shifters", 2015 – heute
    • Stine Marie Jacobsen 15 of 19 Stine Marie Jacobsen
    • Lauryn Youden, 16 of 19 Lauryn Youden, "SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)", 2016
    • Lauryn Youden, 17 of 19 Lauryn Youden, "SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)", 2016
    • Lauryn Youden, 18 of 19 Lauryn Youden, "SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)", 2016
    • Lauryn Youden, 19 of 19 Lauryn Youden, "SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)", 2016

    Die vierte Ausstellung des Berlin Art Prize fand vom 11. November bis zum 10. Dezember 2016 im Kühlhaus Berlin statt. Fotos: Anastasia Muna, Hans-Georg Gaul