2016

  • Preis

    <p>Trophäe 2016, Fragment des Pulsar PSR B1257+12, Tomás Saraceno</p>

    Trophäe 2016, Fragment des Pulsar PSR B1257+12, Tomás Saraceno

    Am Abend des 10. Dezember 2016 wurde der vierte Berlin Art Prize verliehen. Tomás Saraceno gestaltete zu diesem Anlass eine Trophäe aus der Kruste des 2.4 Millionen Jahre alten Pulsarplaneten PSR B1257+12. Zuvor wurden in einer vierwöchigen Ausstellung die künstlerischen Positionen aller neun Nominierten des Berlin Art Prize 2016 vorgestellt. Die drei Gewinner erhielten neben der Trophäe und einem Preisgeld eine Einladung zu einer einmonatigen Residency in Georgien, die der Berlin Art Prize in Zusammenarbeit mit dem CCA Tbilissi organisierte. Erstmals würdigte die Jury in diesem Jahr mit ihrer Auswahl der Nominierten und GewinnerInnen nicht einzelne Arbeiten wie in den Vorjahren des Berlin Art Prize, sondern die künstlerische Praxis.

  • Jury

    Karen Archey
    (Kunstkritikerin und Kuratorin)
    Kito Nedo
    (Kunstkritiker)
    Emeka Ogboh
    (Künstler)
    Ahmet Öğüt
    (Künstler)
    Susanne M. Winterling
    (Künstlerin)

  • Gewinner

    Stine Marie Jacobsen

    „Stine Marie Jacobsens Arbeit stellt für die Jury die Spitze einer sozial engagierten Kunst dar. Mit entwaffnender Offenheit und positiver Einstellung motiviert Jacobsen in ihrer Workshop-Reihe Law Shifters Kinder und Mitglieder verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, das zeitgenössische Leben, seine Gesetze und seine moralischen Fragestellungen eigenständig zu überdenken. Dabei öffnet Jacobsen unsere Gedanken und Herzen für sozialen Fortschritt und kulturübergreifende Verständigung. Die Komik transkultureller Missverständnisse und sprachlicher Schwierigkeiten fassen ihre Künstlerbücher German for Artists und German for Newcomers aus einer ganz eigenen und frischen Perspektive zusammen.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    Benedikt Partenheimer

    „Benedikt Partenheimer bewarb sich für den Berlin Art Prize mit dem Vorschlag, mehrere tausend Ausdrucke des IPCC-Klimaberichts (Intergouvernmental Panel on Climate Change) auf dem Boden des Ausstellungsraums zu verlegen, so dass wir – Zitat – “vor der Wahl stehen, sie zu ignorieren während wir auf Kunst schauen”.  Diese Installation mit dem Titel Busines As Usual kombinierte Partenheimer schließlich mit dramatischen Fotografien von versmogten Stadtlandschaften und überzeugte die Jury sofort von seiner humorvollen, nachdenklichen und ehrlichen Herangehensweise, den Klimawandel zu visualisieren.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    Lauryn Youden

    „Lauryn Youden nähert sich mutig einem einschüchternd persönlichen Thema, das in zunehmend schwierigen Zeiten von Bedeutung ist: das seelische Wohlbefinden. Mit Hingabe für die Arbeit am empfindlichen Material hat Youden in den Ausstellungsräumlichkeiten ein Refugium geschaffen, das uns mit seinem partizipativen Konzept vor die Herausforderung stellt, unsere Beziehung zu Arbeit, Ehrgeiz und Gesundheit zu überdenken. Ihre Installation beweist die lange Geschichte von längst verdrängten Alternativen zur westlichen Schulmedizin.” – aus dem Statement der Jury

     

     

    HONORABLE MENTION

    Raul Walch

    „Raul Walchs Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation in der Notsituation inmitten der europäischen Flüchtlingskrise hat die Jury sehr beeindruckt. Seine farbenfrohen Flugdrachen aus der Serie Azimut – ihre Muster sind der visuellen Sprache von Flaggensignalen entnommen und die Drachen selbst sind aus Fundstücken angefertigt – zeigen eine originelle und empathische Antwort auf arge soziale Not.” – aus dem Statement der Jury

    Fotos: Anastasia Muna, Hans-Georg Gaul

     

  • Nominierte

  • Ausstellung

    • <p>Lotte Meret, <em>Surface Glaze</em>, 2015</p> 01 of 19

      Lotte Meret, Surface Glaze, 2015

    • <p>Lotte Meret, <em>Rebel Girl!</em>, 2016</p> 02 of 19

      Lotte Meret, Rebel Girl!, 2016

    • <p>Aurora Sander, <em>Kassandra Momondo</em>, aus der Serie “Fantastic Four”, 2016</p> 03 of 19

      Aurora Sander, Kassandra Momondo, aus der Serie “Fantastic Four”, 2016

    • <p>Aurora Sander, Sicht auf Serie “Fantastic Four: A Scandinavian Nuclear Family”, 2016</p> 04 of 19

      Aurora Sander, Sicht auf Serie “Fantastic Four: A Scandinavian Nuclear Family”, 2016

    • <p>Benedikt Partenheimer (Vordergrund), <em>Business as Usual</em>, 2016, und Regina de Miguel (Hintergrund), <em>A Story Never Told from Below</em>, 2016</p> 05 of 19

      Benedikt Partenheimer (Vordergrund), Business as Usual, 2016, und Regina de Miguel (Hintergrund), A Story Never Told from Below, 2016

    • <p>Regina de Miguel, <em>A Story Never Told from Below</em>, 2016</p> 06 of 19

      Regina de Miguel, A Story Never Told from Below, 2016

    • <p>Lindsay Lawson, <em>Sofia’s Stone</em> (links), 2016, und <em>S.A.D. lamp (Sweatpants)</em> (rechts), 2016</p> 07 of 19

      Lindsay Lawson, Sofia’s Stone (links), 2016, und S.A.D. lamp (Sweatpants) (rechts), 2016

    • <p>Martin John Callanan, Sicht auf Serie “Letters”, 2004–2006</p> 08 of 19

      Martin John Callanan, Sicht auf Serie “Letters”, 2004–2006

    • <p>Martin John Callanan, <em>Departure of All</em> (links), 2014, und “Letters” (rechts), 2004-2005</p> 09 of 19

      Martin John Callanan, Departure of All (links), 2014, und “Letters” (rechts), 2004-2005

    • <p>Martin John Callanan, <em>When will it end</em>, aus der Serie “Letters”, 2004-2006</p> 10 of 19

      Martin John Callanan, When will it end, aus der Serie “Letters”, 2004-2006

    • <p>Martin John Callanan, <em>When will it end</em>, aus der Serie “Letters”, 2004-2006</p> 11 of 19

      Martin John Callanan, When will it end, aus der Serie “Letters”, 2004-2006

    • <p>Raul Walch, <em>Azimut</em> (links), 2016, und <em>Spherical Semaphores</em> (rechts), 2015 – 2016, Fotodokumentation</p> 12 of 19

      Raul Walch, Azimut (links), 2016, und Spherical Semaphores (rechts), 2015 – 2016, Fotodokumentation

    • <p>Raul Walch, <em>Azimut</em>, 2016</p> 13 of 19

      Raul Walch, Azimut, 2016

    • <p>Stine Marie Jacobsen, <em>German for Artists</em> (Vordergrund), 2015, und <em>Law Shifters</em>, 2015 – heute</p> 14 of 19

      Stine Marie Jacobsen, German for Artists (Vordergrund), 2015, und Law Shifters, 2015 – heute

    • <p>Stine Marie Jacobsen</p> 15 of 19

      Stine Marie Jacobsen

    • <p>Lauryn Youden, <em>SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)</em>, 2016</p> 16 of 19

      Lauryn Youden, SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch), 2016

    • <p>Lauryn Youden, <em>SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)</em>, 2016</p> 17 of 19

      Lauryn Youden, SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch), 2016

    • <p>Lauryn Youden, <em>SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)</em>, 2016</p> 18 of 19

      Lauryn Youden, SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch), 2016

    • <p>Lauryn Youden, <em>SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch)</em>, 2016</p> 19 of 19

      Lauryn Youden, SSS: a place to retreat, when I am sick (of you) / SSS: Ein Ort für Erholung, wenn ich krank bin (wegen euch), 2016

    Die vierte Ausstellung des Berlin Art Prize fand vom 11. November bis zum 10. Dezember 2016 im Kühlhaus Berlin statt. Fotos: Anastasia Muna, Hans-Georg Gaul

  • Katalog

    • 01 of 05
    • 02 of 05
    • 03 of 05
    • 04 of 05
    • 05 of 05

    Titel:

    Hard Work – Work Hard

    Seiten:

    86 Seiten, 30 Farbabbildungen

    Design:

    HelloMe

    ISBN:

    978-3-00-054790-4

    Sprache:

    Englisch

    Preis:

    10,00 € (zzgl. Versand)

    Mit Essays von Lorena Juan für COVEN Berlin, Ana Teixeira Pinto, Chloe Stead, Anna Zett. Herausgegeben vom Berlin Art Prize e.V.

    Erhältlich unter: contact(at)berlinartprize.com